Study

Dieses Programm ist ein spezielles Angebot für die Volontäre, das Nes Ammim unter den Organisationen in Israel besonders macht – und Spenden machen es möglich, dass die Angebote für Volontäre kostenlos sind!

Die fünf Säulen des Studienprogramms

Ähre
Studienabende
Ähre
Seminare
Ähre
Exkursionen
Ähre
Hebräisch-Kurse
Ähre
Dialog
• die israelische Gesellschaft, Kultur und Politik
• Israel und der Nahe Osten
• Schritte des jüdisch-arabischen Friedensprozesses
    (in Zusammenarbeit mit
Nes Ammim Dialog
• das jüdische Selbstverständnis – traditionell und der Gegenwart
• die jüdischen Feste
• die Strömungen im Judentum
• jüdisch-christliche Beziehungen
• Anti-Semitismus und Holocaust
• Islam und die islamische Welt
• die christliche Identität im inter-religiösen und inter-kulturellen Kontext in Israel
• christliche Gemeinden in Israel
• andere religiöse Minderheiten: Drusen und Bahai
• Aspekte der Geschichte Israels über die Jahrhunderte hinweg
Die Themen der abendlichen Treffen, in denen miteinander gelernt, studiert und diskutiert wird, begleiten die Volontäre ein ganzes Jahr.
Studyroom
Avner Shai im Study-Room von Nes Ammim.
Ein Beispiel: Der Hebrew-Culture-Course mit Avner Shai
Als Sohn von Holocaust-Überlebenden und Offizier der Reserve in der israelischen Armee ist Avner Shai ein authentischer und kompetenter Dozent, wenn er im Study-Room von Nes Ammim spricht.

Er spricht über die Armee, bringt einen Soldaten mit sich und eine Mutter, die einen Sohn in der Armee verloren hat.
Er spricht über den Zusammenhang zwischen hebräischer Sprache und hebräischer Kultur, über die jüdische Immigration, die moderne jüdische Welt des Reformjudentums, die Periode zwischen dem Zweiten Weltkrieg und der Staatsgründung Israels und nimmt die Volontäre am Ende seines Kurses mit nach Tel Aviv, und zeigt ihnen die Stadt auf seine Art.

Avner Shai stellt sich vor:

Hebrew Culture Course

Hebrew Culture Course

Hebrew Culture Course

Sprache ist Ausdruck von Kultur. Kultur ist Ausdruck von Sprache. Wer die Sprache eines Landes kennt, der hat einen Zugang zu dessen Menschen.
Darum gibt es in Nes Ammim die Möglichkeit, Hebräisch zu lernen. Interessierte Anfänger beginnen mit dem hebräischen Aleph-Bet, lernen schreiben, lesen und sprechen. Wer fleißig lernt und sprachbegabt ist, kann sich bereits nach einem Jahr fließend auf Hebräisch unterhalten.
Für Fortgeschrittene werden zwei weitere Kurse angeboten, in dem anspruchsvollere Texte gelesen und Unterhaltungen geführt werden.
Im Laufe eines Jahres organisiert das Study-Department drei Seminare außerhalb von Nes Ammim:
Das Negev-Seminar
Drei Tage lang fahren die Volontäre aus Nes Ammim in die Negev-Wüste: alle schlafen unter freiem Himmel, wandern in ausgedorrten Flusstälern und bizarren Felslandschaften, kochen und essen zusammen in der freien Natur, unter Sternen, die nur in der Wüste so klar zu sehen sind.

Drei Tage im Negev, das bedeutet für die meisten den ersten Kontakt mit der alten Wüstenkultur der Nabatäer und der zeitgenössischen der Beduinen.

Während drei Tagen lernen die Nes Ammim Volontäre die Wüste und sich selbst kennen. Neben all den neuen, abenteuerlichen Eindrücken kommen die drei Tage in der Wüste dem sozialen Miteinander zugute – die schweißen zusammen!
Maktesh Ramon
Mitarbeiter des SWR haben diese Impressionen vom Negev-Seminar gedreht:
Das Holocaust-Seminar

Die Überlebenden, die im Warschauer Ghetto gegen deutsche Soldaten gekämpft hatten, gründeten einen Kibbuz im Norden von Israel: der heutige Nachbar-Kibbuz von Nes Ammim Lochamei HaGetaot.
Dort im ersten Holocaust-Museum der Welt, wird den Volontären in Seminareinheiten, Workshops, Diskussionen und Besuchen der Ausstellungen ein neuer Zugang vermittelt, nicht durch theoretisches Aufarbeiten des historischen Materials, sondern durch die persönliche Begegnung mit Holocaust-Überlebenden, Zeitzeugen und Einzelschicksalen.
Holocaust Seminar

Holocaust Seminar

Holocaust Seminar

Holocaust Seminar

Holocaust Seminar

Holocaust Seminar
Einen Neubeginn in den Beziehungen zwischen Juden und Christen und zwischen Israelis und Europäern zu schaffen – dies ist eines der ersten Ziele, die sich die Gründer Nes Ammims gesetzt haben.
Das Holocaustseminar, obligatorisch für alle Nes-Ammimer, findet jedes Jahr im Winter drei Tage lang im benachbarten Kibbuz Lochame HaGetaot statt, besser gesagt im Museum der Ghettokämpfer.
In diesen drei sehr intensiven Tagen lernen die Volontäre von Nes Ammim die jüdische Sicht auf das schwierige Thema der Schoa kennen.

Das erschließt einiges im politischen und auch unpolitischen Alltagsleben Israels.
Dieses gemeinsame Holocaustseminar bleibt den Teilnehmern eindrucksvoll im Gedächtnis.
Das Jerusalem-Seminar
Das Jerusalem "dazwischen"
„Dazwischen“ ist der Leitfaden zwischen Himmel und Erde, zwischen Ost und West, zwischen Minderheit und Mehrheit – um einige „dazwischen“ zu nennen.

Dabei erschließt sich den Nes Ammim Volontären die jüdische und christliche Welt in dieser über Jahrtausende hinweg heißbegehrten und umstrittenen Stadt, die heute die Hauptstadt Israels ist. Anders als von den meisten erwartet, begegnen die Seminarteilnehmer einem anderen Jerusalem, das sich faszinierend und verwirrend zugleich darstellt, das geprägt ist von Menschen, Religionen, Kulturen und viel, viel Geschichte. Dabei bekommen die Volontäre die Gelegenheit, in die Hinterhöfe der Religionen zu schauen. Die drei Tage Seminar in Jerusalem öffnen den Seminarteilnehmern die Augen für die Komplexität und Kompliziertheit dieser Stadt.
Um die Umgebung ganzheitlich „mit allen Sinnen“ wahrzunehmen, unternehmen die Volontäre jeden Monat Exkursionen in die Nähe oder in die Ferne Nes Ammims.
Sowohl für Volontäre, die nur ein Jahr oder weniger in Nes Ammim sind, als auch für die, die länger als ein Jahr im Dorf bleiben, gibt es immer wieder etwas Neues zu erleben und zu erfahren.
Die Ziele der einzelnen Exkursionen sind ganz unterschiedlich: Mal geht es auf den Spuren antiker Synagogen auf den Golan, mal liegt der Schwerpunkt bei den christlichen Stätten in Galiläa und am See Genezareth, mal geht es um die Siedlungen der deutschen Templer, mal werden wichtige Nationalparks besucht wie Meggido, Caesarea oder Bet Schean. Auch Akko mit seiner vielseitigen Geschichte aus verschiedenen Jahrtausenden steht auf dem Studienplan.
Akko Exkursion

Yad Vashem Exkursion

Yad Vashem Exkursion
Yad Vashem Exkursion
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Eine Exkursion sei zwischen all denen besonders herausgegriffen: ein Tag in Yad VaSchem, der nationalen Holocaust-Gedänkstätte in Israel. Einen ganzen Tag lang verfolgen die Volontäre, wie versucht wird, den namenlosen Opfern der Schoah einen Namen zu geben, sei es durch das Kinder-Ehrenmal, sei es durch Kunst, sei es durch ein riesiges Labyrinth von Tafeln mit den Namen jüdischer Gemeinden, die während der Schoa in Europa vernichtet wurden, das sogenannte Tal der Gemeinden. Ein Gang durch das neue Museum von Yad VaSchem, fügt den historischen Aspekt hinzu, erzählt es doch die Geschichte von Menschen zwischen 1933 und 1948, wie diese Menschen gelebt haben und wie sie gestorben sind.
Der Besuch in Yad VaSchem vervollständigt die Erfahrungen, die die Nes Ammim Volontäre bereits im Holocaust-Seminar gemacht haben.
Jüdische Feste mitfeiern
Viele jüdische Feste laden ein, auch als nicht jüdische Gäste mitzufeiern.
So begehen die Nes Ammim Volontäre jedes Jahr im Winter das Channuka-Fest, das jüdische Lichterfest, zusammen mit den Bewohnern des Altersheim im benachbarten Schave Zion. Das Lichterfest, das um die Zeit des christlichen Weihnachten gefeiert wird und von Ursprung und Inhalt nichts mit Weihnachten zu tun hat, wird eine Woche lang in jüdischen Häusern begangen. Dabei werden von acht Tagen jeden Tag ein neues Licht angezündet. Die Volontäre singen mit den Bewohnern Lieder, hören und erzählen Geschichten, spielen ein Quiz miteinander und essen „Sufganiot“ (eine Art Berliner) – eine typische Channuka-Feier.
Ein anderes Fest, eines der wichtigsten Feste im Judentum, ist das Pessachfest, das im Frühling stattfindet und an den Auszug des Volkes Israel aus Ägypten erinnert. Vom Jahreszyklus her fallen das jüdische Pessachfest und das christliche Ostern in den meisten Jahren zusammen. Das Pessachfest wird ebenfalls eine Woche gefeiert. Der Auftakt des Festes, der Seder-Abend, folgt einer bestimmten Liturgie, der Pessach-Haggada, und wird in fast allen jüdischen Familien zusammen mit vielen Gästen gefeiert. Auch die Volontäre aus Nes Ammim haben die Gelegenheit mitzufeiern, entweder in privaten Familien oder als Teil des Helfer-Teams im Gästehaus von Nes Ammim, wo viele jüdische Familien ihre Pessach-Ferien verbringen. Während der Pessach-Woche müssen die Volontäre auch in ihrem eigenen „koscheren“ Speisesaal Mazzen anstelle von Brot essen, sowie Kartoffeln anstelle von Mehlspeisen.
Als drittes Fest zum Mitmachen sei das Fest von Simchat Thora genannt, das am Ende des Sukkot-Festes im Herbst stattfindet. Simchat Thora, die „Freude über die Thora“ feiert das Geschenk der Thora an die jüdischen Gläubigen. Das Fest wird an einem Abend mit vielen Liedern und Tänzen in einem der Orte in der Region zentral gefeiert und die Volontäre sind ein Teil davon – "Judentum hautnah"!
Simchat Thora
Simchat Thora
Simchat Thora
Simchat Thora